American Museum of Natural History mit Kind: Tipps und Erfahrungen

JJ und ich waren im Februar 2026 eine Woche allein in New York. Am letzten ganzen Tag ging es ins American Museum of Natural History, das größte Naturkundemuseum der Welt. Danach zurück durch den Central Park und noch einmal an den Times Square. Wie die ganze Woche aussah, steht in unserem Übersichtsartikel, von dort geht es zu jedem einzelnen Tag.
American Museum of Natural History
An unserem letzten ganzen Tag in New York sind wir mit der U-Bahn bis 59 St–Columbus Circle gefahren und von dort durch den Central Park Richtung Norden zum American Museum of Natural History gelaufen. Das Museum ist den meisten sicherlich aus dem Film Nachts im Museum bekannt und besteht aus 21 miteinander verbundenen Gebäuden. Mit seinem alten Säulenportikus und der breiten Freitreppe ist es ein willkommener Kontrast zu New Yorks Hochhäusern und Glasfassaden. Umgeben ist das Ganze vom Theodore Roosevelt Park. Anders als im Rest von Manhattan stehen die Gebäude hier nicht Wand an Wand, sondern haben Rasen und alte Bäume um sich herum.
Tickets: welche Schlange ist die richtige?
Unsere Tickets hatten wir bereits am Vorabend über Headout gebucht. Ihr könnt sie auch direkt beim American Museum of Natural History kaufen, bei uns hat dort allerdings das Buchen und Bezahlen nicht funktioniert. Ob das ein vorübergehendes Problem war oder an unserer deutschen Kreditkarte lag, habe ich bis heute nicht herausgefunden.
Wie immer hatten wir die erste mögliche Zeit um 10 Uhr gebucht und waren gegen 9:30 Uhr schon am Museum. Die Schlangen vor dem Museum waren allerdings nicht zu übersehen, wir hatten uns zuerst auf der linken Seite eingereiht. Es standen bestimmt schon über 100 Menschen vor uns in der Reihe. Als dann ungefähr zehn Mitarbeiter rauskamen, haben wir gefragt, ob wir richtig stehen. Wir waren natürlich auf der falschen Seite, da wir keine Tickets, sondern nur einen Voucher über Headout erworben hatten. Das war mir nicht wirklich bewusst, aber es war auch kein Problem, denn die rechte Schlange war ohnehin kürzer. Wer schon offizielle Tickets hat, stellt sich links an. Alle anderen, also auch die mit Voucher, rechts.
Am Ticketschalter mussten wir uns dann noch für eine der Sonderausstellungen entscheiden. Bei uns wurde es Impact, eine Dinosaurier-Ausstellung über den Asteroideneinschlag, der die großen Echsen auslöschte. Gegen einen Aufpreis könnt ihr auch mehrere Ausstellungen dazubuchen. Schaut am besten vorher auf der offiziellen Website, welche gerade laufen.
Meteoriten aus nächster Nähe
In der Empfangshalle wurden wir gleich von zwei riesigen Dinosaurierskeletten begrüßt. Als Erstes ging es für uns runter in das Untergeschoss, um die Jacken abzulegen. Nachdem wir alles weggeschlossen hatten und dann wieder nach oben wollten, waren wir mittendrin in der Weltraumausstellung. Wir entschieden dann, uns dort erst einmal alles anzuschauen, aber waren uns nicht sicher, ob wir extra Tickets für diesen Bereich gebraucht hätten. Nur für den IMAX-Film Encounters in the Milky Way wären Tickets nötig gewesen. Wir haben uns also die ganze Zeit umsonst Sorgen gemacht. Wir haben einen 15 Tonnen schweren Willamette-Meteoriten aus nächster Nähe gesehen und auch viel über die verschiedenen Gesteinsarten der Erde gelernt.

Knochen nicht nur als Ausstellungsstücke
Als Nächstes sind wir durch die Tierdauerausstellung in den Bereich des Kenneth C. Griffin Exploration Atrium gekommen. Das ist der neueste Teil des Museums und mit seinen organisch geformten Betonwänden hat er uns stark an Knochen oder Felsen erinnert. Im oberen Bereich haben wir kurz Pause gemacht, den Ausblick genossen und die Menschenmengen beobachtet, die wie Ameisen durch die verschiedenen Hallen wuselten. Dabei haben wir zufällig ein Gespräch verfolgt und herausgefunden, warum eigentlich so viel los war: Am Vortag starteten die Winterferien, auf Englisch Midwinter Recess, dann ist die ganze Woche schulfrei. Das erklärte, warum so viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern unterwegs waren.


Für JJ waren die Kulturhallen am interessantesten, von den Goldschätzen erzählt er bis heute. In der Hall of Mexico and Central America steht eine originalgetreue Nachbildung des aztekischen Sonnensteins, das Original wiegt 24 Tonnen und liegt heute in Mexiko-Stadt. In der Mitte ist der Sonnengott Tonatiuh zu sehen, die Klauen um ihn herum halten menschliche Herzen. Eine Halle weiter, bei den südamerikanischen Kulturen, standen kleine silberne Lamas der Inka, die mit winzigen gewebten Decken ausgestattet waren.

Sonderausstellung oder doch lieber raus?
Auf dem Weg nach oben steht im Atrium Apex, das vollständigste Stegosaurus-Skelett, das je gefunden wurde. Es ist 150 Millionen Jahre alt, knapp acht Meter lang und wurde 2024 für 44,6 Millionen Dollar versteigert, mehr als je zuvor für ein Dinosaurierfossil gezahlt wurde. Durch die Ausstellung Impact: The End of the Age of Dinosaurs sind wir dann nach über fünf Stunden im Museum nur noch schnell durchgehuscht. Es waren einfach zu viele Leute, JJ und ich haben uns nicht mehr wohlgefühlt. Wir hatten das Gefühl, schon so viel am Tag gesehen zu haben, dass wir nicht unglücklich waren, das Museum kurz nach 15 Uhr wieder zu verlassen. Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, zuerst in die Sonderausstellung zu gehen, für die wir extra bezahlt hatten, und uns danach den Rest anzuschauen.



Wir gingen dann wieder durch den Central Park zurück, diesmal aber mehr durch die Mitte. An den Umpire Rocks haben wir nochmal den Ausblick genossen und JJ hat während des Kletterns tierische Bekanntschaften gemacht. Mehr lest ihr in seinem Artikel über die ganze Woche in New York. Während er beschäftigt war, habe ich nochmal alles eingesogen, denn es war unser letzter ganzer Tag.

Times Square und die Red Stairs
Über die 7th Avenue ging es zurück Richtung Süden. Im M&M Store haben wir Proviant für den Weg und ein paar Mitbringsel für Mama und die Mädels gekauft. Danach haben wir uns am Times Square noch einmal auf die Red Stairs gesetzt und die Menschen beobachtet.
Am Fuß der Treppe standen auffällig viele Kinder. Wie wir später feststellten, warteten sie darauf, dass auf einer der vielen Videoflächen ein Werbespot lief, in dem sie mitgespielt hatten. Als es so weit war, konnte man die Freude bis oben auf die Treppe spüren.
Für uns ging es dann wieder zurück ins Hotel, ein Stück sind wir noch gelaufen, irgendwann ging es dann aber in die U-Bahn. Der Tag und auch die Tage vorher hatten doch schon stark an unseren Kräften gezehrt. Wenn ihr wissen wollt, was wir an den anderen Tagen gemacht haben, vom Empire State Building über die Freiheitsstatue bis zur High Line: In unserem Übersichtsartikel findet ihr die ganze Woche, von dort kommt ihr zu jedem einzelnen Tag.