stift und limo

Ein Tag zwischen Brooklyn Bridge und Roosevelt Island

Papa
stift und limo · der Blog der Großen
Brooklyn Bridge zu Fuß

JJ und ich waren im Februar 2026 eine Woche allein in New York. An diesem Tag ging es über die Brooklyn Bridge zu Fuß, vorher aber mit der Fähre unter ihr hindurch nach Dumbo. Danach fuhren wir mit der Seilbahn nach Roosevelt Island, und am Times Square wurden am Ende Saltos über uns geschlagen.

Wie die ganze Woche aussah, steht in unserem Übersichtsartikel, von dort geht es zu jedem einzelnen Tag.

Wer New York mal aus anderen Perspektiven sehen möchte, dem können wir nur die Pier 15 East River Uferpromenade, in der Nähe vom Pier 11, empfehlen. Hier konnten wir uns bei bester Wintersonne in Ruhe unser Tagesziel, die Brooklyn Bridge, anschauen. JJ hat es genossen, die Eisblöcke, die auf der Aussichtsplattform lagen, auf die Eisschollen zu werfen. Währenddessen lag ich in einem der beweglichen Holzliegesessel, bewunderte die im Bau befindlichen Hochhäuser an der Südspitze Manhattans und sah gleich daneben, wie die Brooklyn Bridge aus dem Getümmel ausbricht und nach Brooklyn hinüberführt.

JJ im Liegestuhl am Pier 15

Mit der Fähre nach Dumbo

Wir haben uns dafür entschieden, die Fähre vom Pier 11 nach Dumbo (Down Under the Manhattan Bridge Overpass) gleich unter der Brücke zu nehmen, kein Touristenboot, sondern Teil des New Yorker Nahverkehrs. Für nur 4,50 $ pro Person kann man so die Brücke vom Wasser sehen, das ist wesentlich günstiger als eines der vielen Ausflugsboote. Bei eisiger Fahrtluft genossen wir so unsere günstigste Sightseeing-Tour und mit 10 Minuten wahrscheinlich auch die kürzeste.

In Dumbo angekommen sind wir eine Runde durch den verschneiten Brooklyn Bridge Park gegangen. Die Wiesen, auf denen im Sommer die Hunde spielen und Menschen entspannen, konnte man unter der dicken Schneedecke nur erahnen. Aber für JJ und mich war das perfekt, keine Menschenseele außer uns beiden. Somit konnten wir auch niemanden bei unserer Schneeballschlacht aus Versehen treffen. Als die Hände dann langsam zu kalt wurden und wir das Ende des Parks erreicht hatten, konnten wir auch die Freiheitsstatue auf Liberty Island erkennen. JJ schnappte sich kurzerhand einen Schnee-Eiszapfen, der wie eine Fackel geformt war, und stellte sich auf einen Schneehaufen. Jedes Mal, wenn ich dieses Foto sehe, bin ich wieder in diesem Moment und möchte sofort wieder nach New York.

Im Anschluss ging es für uns kurz in den Time Out Market, eine Food Hall, in der bekannte New Yorker Restaurants und Köche jeweils einen Stand betreiben. Bei uns wurden es eine Tasse Tee und ein Croissant zum Aufwärmen.

Zu Fuß über die Brooklyn Bridge

Aufgewärmt ging es für uns dann auf die windige Brooklyn Bridge, die sich rund 40 Meter über dem East River spannt und im Jahr 1883 vollendet wurde. JJ konnte nicht wirklich fassen, dass so eine Brücke schon vor fast 150 Jahren gebaut werden konnte. Wir gingen den Fußweg, der in der Mitte der Brücke über den Fahrspuren verlief, wieder zurück nach Manhattan und genossen den Ausblick über die Stadt. Der Kontrast zwischen der alten Brücke und den neuen Wolkenkratzern gefiel uns besonders.

One World Trade Center von der Brooklyn Bridge

Von der Brooklyn Bridge–City Hall Metro Station sind wir mit der Metro bis zur Station Fifth Avenue/59th Street direkt an der Grand Army Plaza, gleich an der Südspitze des Central Parks, gefahren. Von dort ging es wieder circa 1,5 Kilometer weiter zu Fuß Richtung East River.

Mit der Seilbahn nach Roosevelt Island

Wir wollten unbedingt noch mit der Seilbahn nach Roosevelt Island fahren. Unten an der Seilbahnstation haben wir uns noch vor der Fahrt eine Portion Pommes mit Getränk geholt und wärmten uns kurz in der Sonne auf. Die Tickets kauft man oben in der Station, sie kosten wie bei der Fähre 4,50 $ pro Person. Die Fahrt mit der Seilbahn war leider eher unspektakulär, in der Gondel war es voll und auf Roosevelt Island war dann tote Hose. Hier hätten wir uns ein bisschen mehr zu entdecken erhofft.

Die Seilbahn auf Roosevelt Island

Was es auf einer Insel aber gibt: einen Steg. Von dort brachte uns die Fähre wieder Richtung Hotel. Auf Höhe des UN-Gebäudes haben wir uns dann spontan entschieden, einen Stopp einzulegen und noch einmal Richtung Times Square zu laufen. Das waren ungefähr zwei Kilometer zu Fuß, die wir in 20 Minuten hinter uns brachten. Wenn eure Kinder noch kleiner sind oder keine Lust haben, so weit zu laufen, könnt ihr immer alles auch gut mit der U-Bahn erledigen.

Action am Times Square

Am Times Square angekommen sind wir in eine Gruppe Straßenkünstler geraten, die JJ sofort in ihre Mitte zogen, damit er zusammen mit einem anderen Kind aus dem Publikum als Hindernis zum Überspringen dienen konnte. Da das nicht genug war, wurde ich kurzerhand mit vier anderen Erwachsenen auch zum menschlichen Hindernis. Erst wurde beim Sprung über die beiden Kinder geübt und dann zum großen Finale sprang einer der Gruppe über uns fünf Erwachsene. JJ verdiente seine ersten fünf Dollar und hütet sie heute noch in seinem Sparschwein.

Salto über JJ auf dem Times Square

Reist mit uns mit

Die restlichen Tage in New York schreiben wir gerade. Und im Juli 2027 geht es für ein Jahr mit dem Auto durch Europa.

  • Nachricht, wenn ein neuer Beitrag online ist
  • Ab und zu ein kurzer Stand zur Vorbereitung 2027