Drei Wochen Großbritannien Roadtrip mit Kindern: Route und Kosten
Wer drei Wochen Großbritannien Roadtrip mit Kindern plant, steht erstmal vor derselben Frage wie wir: Mit welcher Strecke verschafft man sich den besten Überblick, ohne dass es allen zu viel wird?
Die Route
Unsere Route im Juli 2026 umfasste insgesamt 3.420 Kilometer, von Oxford und den Cotswolds über die East Midlands an die Küste Nordostenglands, bis nach Glasgow und über Nordwales zurück. Im Schnitt sind wir alle vier bis fünf Tage umgezogen, die längste Etappe lag bei rund 420 Kilometern, die kürzeste bei ca. 170.
Was das gekostet hat, wo wir zu lange und wo zu kurz geblieben sind, und welche Etappe wir beim nächsten Mal anders fahren würden? Der Reihe nach.
Wohin ist das Geld geflossen?
Die Etappen im Detail
Von Folkestone bis Oxford waren es 216 Kilometer. Wir blieben vier Nächte in einem Airbnb etwas außerhalb, wobei das Stadtzentrum über einen Park and Ride gut zu erreichen war. Für das Häuschen am ruhigen Stadtrand zahlten wir 838 €. Von dort aus haben wir an zwei Tagen Oxford selbst angesehen und einen Tagesausflug nach Gloucester und in die Cotswolds gemacht. Die Dauer des Aufenthaltes war genau richtig, danach zog es uns weiter.
Die nächste Unterkunft lag in Stannington nahe Sheffield, 245 Kilometer von Oxford entfernt. Es handelte sich um ein Steinhaus im englischen Stil, innen modern hergerichtet. Drei Nächte kosteten uns 625 €. Wir haben uns in der dörflichen Umgebung unheimlich wohl gefühlt und die Lage war perfekt für Tagesausflüge nach Leeds und Haddon Hall. Beim nächsten Mal würden wir hier eher noch zwei Nächte dranhängen. Für Wanderungen im Peak District, der praktisch hinter dem Haus anfängt, hatten wir leider keine Zeit mehr.
Weiter ging es 168 Kilometer an die Küste nach Whitby. York liegt fast auf der Strecke und so haben wir unterwegs Halt gemacht und würden das jedem empfehlen, der ohnehin in diese Richtung fährt. Vier Nächte in Whitby kosteten uns 667 €, für ein altes Haus mitten im Zentrum. Schiefe knarzige Böden, sehr enge Treppen zwischen den drei Etagen und Betten aus dem letzten Jahrhundert verliehen dem Haus ein gewisses Flair, das man mögen muss. Neben der rauen Küstenlandschaft gibt es auch noch die North York Moors zu erkunden, die direkt hinter Whitby anfangen. Zwischen den Heideflächen liegen überall Spuren des Bergbaus, der für die Region einmal sehr wichtig war, wie zum Beispiel die alte Warren Moor Mine.
Der für uns schönste Stopp auf der Reise war Glasgow, 367 Kilometer von Whitby entfernt. Fünf Nächte in einem geräumigen Altbau ein paar Gehminuten vom Botanischen Garten kosteten 1.200 €; unsere teuerste Unterkunft, und die, in der wir am liebsten geblieben wären. In Glasgow selbst gibt es so viel zu entdecken, dass wir allein damit schon zwei Wochen hätten füllen können. Außerdem ist die Stadt ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Lowlands oder die südlichen Highlands, beispielsweise an den Loch Lomond.
Schließlich verbrachten wir noch eine entspannte Woche in einer Scheune in der Nähe von Ellesmere. Die 417 Kilometer von Glasgow füllten schon fast den ganzen Tag. Sechs Nächte mit sehr viel Ruhe und Kühen direkt vor der Nase kosteten uns 1.215 €. Wir machten Tagestouren in die nahegelegene Moorlandschaft und etwas weiter weg nach Nordwales, bis an die nordwalisische Küste nach Conwy Castle. Einziges Manko: In der direkten Umgebung zur Unterkunft waren Spaziergänge nicht ohne Weiteres möglich, da es nur sehr enge Straßen mit hohen Hecken am Rand gab. Beim nächsten Mal würden wir eine Unterkunft deutlich weiter westlich suchen, um auch noch den wunderschönen Nationalpark Eryri (Snowdonia) zu erkunden.
| Ort | Nächte | Preis |
|---|---|---|
| Oxford | 4 | 838 € |
| Stannington | 3 | 625 € |
| Whitby | 4 | 667 € |
| Glasgow | 5 | 1.200 € |
| bei Ellesmere | 6 | 1.215 € |
| Summe | 22 | 4.545 € |
Fünf Ladeapps später: das E-Auto in Großbritannien
Auf unserem Roadtrip durch Großbritannien mit Kindern haben wir 21-mal, für insgesamt 482 €, geladen. Das meiste davon lief problemlos.
Was nicht problemlos war: Ladesäulen, die nicht ansprangen. Ladekarten, die beim jeweiligen Anbieter nicht akzeptiert wurden. Und die Lösung war jedes Mal dieselbe: noch eine App installieren. Am Ende der Reise hatten wir fünf neue Apps auf dem Handy.
Gestrandet sind wir nie. Aber wir haben mehr Zeit auf Parkplätzen mit App-Installationen verbracht, als uns lieb war.
Wie das im Detail lief, welche Apps wir am Ende benutzt haben und was das Laden gekostet hat, das haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.